frank und frei

„Immer sind es die
Schwächeren, die nach Recht
und Gleichheit suchen, die
Stärkeren aber kümmern sich
nicht darum.“
Aristoteles

 


 

OMAS GEGEN RECHTS

OMAS GEGEN RECHTS, ist eine parteiunabhängige Bürgerinitiative, die in Deutschland und Österreich durch lose organisierte Ortsgruppen in Erscheinung tritt. In der Initiative aktiv sind vor allem Frauen, die sich vor dem oder im Rentenalter befinden.

Bild: "OMAS GEGEN RECHTS"
Bild: „OMAS GEGEN RECHTS“

Die Initiative Omas gegen Rechts wurde 2017 von Susanne Scholl und der pensionierten Pfarrerin Monika Salzer in Wien gegründet. Seit Frühjahr 2018 ist die Initiative auch in Deutschland aktiv. Nach Angaben der Deutschen Welle ist das Bündnis „in mehr als 70 Städten“ aktiv, laut der Berliner Zeitung gibt es bundesweit „etwa hundert Regionalgruppen“ (Stand 2020).

Die Initiative setzt sich gegen AntisemitismusRassismus und Frauenfeindlichkeit ein. Sie möchte „sich den rechten und faschistischen Entwicklungen entgegenstellen, die sie in Deutschland und den europäischen Ländern beobachten.“ Die Initiative tritt zudem ein für Gleichberechtigung und Toleranz und solidarisiert sich mit der Bewegung Fridays for Future. Teilweise nehmen Ortsgruppen an Gegenprotesten gegen Proteste gegen Schutzmaßnahmen wegen der COVID-19-Pandemie in Deutschland teil.

Im Dezember 2019 erhielt die Initiative Omas gegen Rechts den Integrationspreis der Stadt Freiburg im Breisgau. Im November 2020 folgte der Paul-Spiegel-Preis für Zivilcourage des Zentralrats der Juden in Deutschland.

Auf change.org gibt es eine Petition:

In der Nacht vom 8. zum 9. Februar 2014 kam es in Ballstädt im Landkreis Gotha, Thüringen zu einem schweren Neonazi-Angriff auf die dortige Kirmesgesellschaft. Mindestens 15 Neonazis drangen mitten in der Nacht, teils bewaffnet in den Gemeindesaal ein und verletzten 10 Menschen zum Teil schwer. Nun, sieben Jahre nach dem schweren Überfall, stellt sich heraus, dass die Thüringer Justiz den Nazis einen Deal unterbreitet hat. Laut dem MDR könnte dies auch beinhalten, dass Haftstrafen in Bewährungsstrafen umgewandelt werden, wenn sich die Angeklagten im Gegenzug schuldig bekennen.” Die OMAS GEGEN RECHTS Erfurt fordern von der Thüringer Justiz: „Keine Deals mit Nazis!

Hier geht es zur Petition auf change.org – einfach anklicken


abgeordnetenwatch.de

Was wir machen

Mit unserem Portal möchten wir mehr Bürgerbeteiligung und Transparenz in der Politik schaffen, um so zur Vision einer selbstbestimmten Gesellschaft beizutragen.

abgeordnetenwatch logo
abgeordnetenwatch logo

 

 

Korruption, Untreue, illegale Parteispenden: Nach unseren Recherchen laufen derzeit gegen zahlreiche Bundestagsabgeordnete Ermittlungs- oder Gerichtsverfahren, in einem Fall gab es sogar eine Verurteilung. Mehr zu diesem Thema im folgenden Newsletter. Außerdem: Fragwürdige Parteispenden der Rüstungs- und Immobilienlobby – und ein faules Osterei von Union und SPD.

Die Übersicht:

  • Gegen diese Abgeordneten laufen Ermittlungs- oder Gerichtsverfahren
  • Ein schlechter Scherz
  • Rüstungslobby, Immobilienkonzerne, Tabakindustrie: Von wem die Parteien Geld bekamen
  • Gauweiler: Millionen-Nebeneinkünfte von umstrittenen Milliardär
  • Afghanistan-Einsatz verlängert: So stimmten Ihre Abgeordneten
  • Fragen und Antworten des Monats

Am häufigsten aufgerufener Artikel im letzten Newsletter: Amthor-Affäre – Unternehmen klagt gegen Herausgabe von Lobbyschreiben an.

Hier geht es zu abgeordnetenwatch.de – einfach anklicken


 

LONKA PROJEKT

Eine fotografische Hommage an
die letzten Holocaust-Überlebenden

Das LONKA PROJEKT wurde im Februar 2019 von den Fotografen Rina Castelnuovo und Jim Hollander in Jerusalem als Hommage an Rinas Mutter LONKA, Dr. Eleonora Nass (1926-2018), initiiert. Als Mädchen überlebte LONKA fünf Konzentrationslager der Nazis und verstarb erst im Alter von 92 Jahren in Israel, das sie so liebte. Die letzten Überlebenden des Holocaust leben noch unter uns. LONKA repräsentiert ihre Lebenskraft – LONKA waren alle Holocaust-Überlebenden, die uns Tag für Tag und Stunde um Stunde verlassen – leise und bescheiden.
Innerhalb von zwei Jahren hat sich das LONKA PROJEKT rasant entwickelt und ist zu einer internationalen Zusammenarbeit herangewachsen. Getragen wird das Projekt von rund 250 der weltweit führenden Fotografinnen und Fotografen, die ihr Talent in 30 Ländern eingebracht und jeweils einen Überlebenden in dem Kontext festgehalten haben, der eine einzigartige und unvergessliche Aussage über ihr Leben macht. Stetig erhalten die Initiatoren neue Zusendungen. Die an dem Projekt beteiligten Fotograf*innen haben sich mit der Vergangenheit auseinandergesetzt, die Holocaust-Überlebende zeitlebens begleitet. Eine Vergangenheit des Grauens und des Leidens, die Tausende von Fotografien nicht vollständig erfassen können. Neben prominenten und erfahrenen Fotografen sind es viele aufstrebende und talentierte Mitglieder der neuen Generation, für die dies ihre erste Begegnung mit einem Überlebenden war, eine aufschlussreiche und unvergessliche Beziehung, wie sie bestätigen. Eine erste Ausstellung mit den Portraits und den verstörenden sowie berührenden Geschichten startete im Januar 2020 im Hauptquartier der Vereinten Nationen (UN) in New York, zeitgleich mit dem 75. Jahrestag der Befreiung der europäischen Vernichtungslager.
Wir leben in einer Zeit, in der die Herausforderung der Holocaust-Erinnerung immer schwieriger wird. Die neuen Wellen des Antisemitismus, nochmals verstärkt in der Corona-Zeit durch antisemitische Weltverschwörungserzählungen, zeigen konkret, wieviel falsches Geschichtsdenken bei vielen Menschen vorhanden ist. Sie belegen die dringende Notwendigkeit von Dokumenten, die die dunkelste Periode der modernen Geschichte veranschaulichen und hierüber aufklären.
Mit dem LONKA PROJEKT entwickelt sich ein neues, einzigartiges Archiv über das größte Verbrechen des 20. Jahrhunderts zu einem visuellen Zeugnis, das anlässlich des 75. Jahrestages der Befreiung der Todes- und Vernichtungslager zum Ende des Zweiten Weltkriegs die Widerstandsfähigkeit der Holocaust-Überlebenden feiert. Die beteiligten Fotograf*innen sind in diesem Sinne die Bewahrer der Erinnerungen für jene zukünftigen Generationen, die nie einen Holocaust-Überlebenden gekannt haben. Die einfühlsamen und kontemplativen Portraits ehren die Überlebenden und bilden ein lebendiges Zeichen für den ungeheuren Lebenswillen dieser einst totgeweihten Menschen, die in ihren jungen Jahren Menschenverachtendes, Erniedrigendes und Grausames erleiden mussten. Geht man nach den Initiatoren des Projekts, haben diese Menschen nie nach irgendetwas gefragt, sondern waren immer nur glücklich zu leben.

Es gibt kein Ende des Erinnerns.
Es gibt keine Erlösung von unserer Geschichte.
Denn ohne Erinnerung verlieren wir unsere Zukunft.“
(Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Berlin 8. Mai 2020, anlässlich des 75. Jahrestages der Befreiung vom Nationalsozialismus und des Endes des Zweiten Weltkrieges in Europa)

Ein ganz großer Dank gilt den Initiatoren und Co-Direktoren Rina Castelnuovo und Jim Hollander. Das LONKA PROJEKT wurde von Jim Hollander, dem Sohn von Gino Hollander, einem amerikanischen Soldaten, der im Zweiten Weltkrieg gegen die Nazis kämpfte, und Rina Castelnuovo, Lonkas Tochter, ins Leben gerufen.

Kuratorin der Präsentation in Berlin ist Gisela Kayser.

Projektmanagement in Berlin: Freundeskreis Willy-Brandt-Haus e.V.

(Text von: Freundeskreis-Willy-Brandt-Haus e.V.)

. . . . . . . . . . .

Der Freundeskreis-Willy-Brandt-Haus e.V. bietet ein vielseitiges und anspruchsvolles Kulturprogramm mit Kunstausstellungen, Lesungen, Filmvorführungen und Konzerten im Willy-Brandt-Haus Berlin.

Seit seiner Gründung 1996 hat er sich einen festen Platz in der Berliner Kulturlandschaft erobert und das Willy-Brandt-Haus zu einem viel besuchten und anerkannten Veranstaltungsort entwickelt.
Nachdem zu Beginn einige viel beachtete Ausstellungen der bildenden Kunst präsentiert werden konnten, liegt der Schwerpunkt nun auf dem Bereich Fotografie.

Über das aktuelle Kulturprogramm hinaus verwaltet der Freundeskreis die „Sammlung im Willy-Brandt-Haus”.

Stresemannstr. 28
10963 Berlin


 

NIE WIEDER! 8. Mai 1945 TAG DER BEFREIUNG

75 Jahre Frieden in Europa sind alles andere als selbstverständlich. Auf unserem Kontinent war Krieg selbstverständlich. Heute ist es der Frieden. Die Wahrung des Friedens bleibt die wichtigste Aufgabe für uns. Frieden kommt nicht von selbst, er bedarf unseres aktiven Einsatzes – vor allem, wenn wir auf das Elend von Millionen von Menschen schauen, die vor Krieg, Terror und Gewalt weltweit auf der Flucht sind.

Dazu gehört für uns auch untrennbar der Kampf gegen Rassismus und Rechtsextremismus. Die rechtsterroristischen Anschläge des NSU, die Taten in Halle und Hanau, die wiederholten rechtsradikalen Grenzüberschreitungen, die permanenten ausländerfeindlichen Ressentiments, die Verschiebung des demokratischen Diskurses nach rechts und rechtsaußen zeigen, wie wichtig eine starke Stimme für Freiheit und Demokratie ist.


Wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokratinnen sind es, die der AfD und allen rechten Hetzer*innen von Anfang an konsequent Paroli geboten haben und bieten. Aussagen, wie die von Gauland und Konsorten sind ungeheuerlich und geschichtsvergessen.

Der 8. Mai 1945 war eine Befreiung für Deutschland und die Welt. Der 8. Mai ist kein Tag für Revanchisten, kein Tag für Alt- und Neu-Nazis, kein Tag für Stalinisten: Er ist ein Feiertag der Befreiung und damit auch ein Tag der Dankbarkeit – an die Befreierinnen und Befreier, aber auch an die, die in Deutschland Widerstand geleistet haben – unter ihnen viele mutige Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten.

Wir sind und bleiben das Bollwerk der Demokratie!

Herzliche Grüße

Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD)


BAYERISCHE ERKLÄRUNG DER VIELEN

Kunst schafft einen Raum zur Veränderung der Welt

Als Kulturschaffende in Deutschland stehen wir nicht über den Dingen, sondern auf einem Boden, von dem aus die größten Staatsverbrechen der Menschheitsgeschichte begangen wurden.

Jede*r Kulturschaffende*r in Bayern trägt eine besondere Verantwortung. Hier wurde die Nationalsozialistische Bewegung gegründet. München war deren Hauptstadt und Parteizentrale der NSDAP. Bayreuth führte die Nazis und das Großkapital im Rahmen der Richard Wagner Festspiele zusammen. Der Obersalzberg wurde zum zweiten Regierungssitz des Dritten Reichs und Nürnberg der Aufmarschplatz der Reichspartei-tage. Das Haus der Deutschen Kunst war der Tempel der Germanischen Leitkultur, während gleichzeitig in Dachau der Prototyp des Konzentrationslagers entwickelt wurde.

In diesem Land wurde die eine Kunst als entartet diffamiert, während die andere Kunst zu Propagandazwecken missbraucht wurde und die Reichskunstkammer Berufsverbote legitimierte. Millionen Menschen wurden ermordet oder gingen ins Exil. Andere verschlossen die Augen, wurden zu Nutznießern oder zu willfährigen Dienern des unmenschlichen Systems, in beiden Gruppen auch viele Künstler*innen.

Heute begreifen wir Kunst und ihre verschiedenen Einrichtungen wie Museen, Theater, Konzerthäuser, Clubs in urbanen oder ländlichen Räumen als Orte, die Vielen gehören, unabhängig von Herkunft, Hautfarbe, Religion, Geschlecht oder Weltanschauung.

Die Versammlung heterogener Individuen bereichert unsere plurale Gesellschaft. Viele unterschiedliche Interessen treffen aufeinander.

SOLIDARITÄT STATT PRIVILEGIEN. ES GEHT UM ALLE. DIE KUNST BLEIBT FREI!

mehr gibt es hier


 


Frauen

Rosa Luxemburg

wurde am 15. Januar 1919 ermordet.

Wer war Rosa Luxemburg?

mehr dazu aus „DieFreiheitsliebe“  hier anklicken

„Freiheit ist immer Freiheit der Andersdenkenden“?

Die berühmte Textstelle findet sich in einer Randbemerkung auf dem unvollendeten handschriftlichen Manuskript „Zur russischen Revolution“ von 1918. Die keiner bestimmten Manuskriptzeile zugewiesene Anmerkung steht dort im Kontext von Luxemburgs Auseinandersetzung mit …

mehr findet ihr hier

Rosa Luxemburg (* 5. März 1871 als Rozalia Luksenburg in Zamość, Königreich Polen; † 15. Januar 1919 in Berlin) war eine einflussreiche Vertreterin der europäischen Arbeiterbewegung, des Marxismus, Antimilitarismus und „proletarischen Internationalismus“.

Ab 1887 wirkte sie in der polnischen, ab 1898 auch in der deutschen Sozialdemokratie. Dort bekämpfte sie von Beginn an Nationalismus, Opportunismus und Revisionismus. Sie trat für Massenstreiks als Mittel sozialpolitischer Veränderungen und zur Kriegsverhinderung ein. Sofort nach Beginn des Ersten Weltkrieges 1914 gründete sie die „Gruppe Internationale“, aus der der Spartakusbund hervorging. Diesen leitete sie als politische Gefangene zusammen mit Karl Liebknecht durch politische Schriften, in denen sie die Burgfriedenspolitik der SPD analysierte und verurteilte. Sie bejahte die Oktoberrevolution, kritisierte aber zugleich die Parteidiktatur Lenins und der Bolschewiki. In der Novemberrevolution versuchte sie als Chefredakteurin der Zeitung Die Rote Fahne in Berlin auf das Zeitgeschehen Einfluss zu nehmen. Als Autorin des Spartakusbund-Programms forderte sie am 14. Dezember 1918 eine Räterepublik und die Entmachtung des Militärs. Anfang 1919 gründete sie die Kommunistische Partei Deutschlands mit, die ihr Programm annahm, aber die von ihr geforderte Teilnahme an den bevorstehenden Parlamentswahlen ablehnte. Nachdem der folgende Spartakusaufstand niedergeschlagen worden war, wurden sie und Karl Liebknecht von Angehörigen der Garde-Kavallerie-Schützen-Division ermordet. ….   mehr findet ihr hier …

 


Aus Rubikon

Die Vordenkerin

Die Ideen Rosa Luxemburgs können uns bei der Suche nach Kapitalismus-Alternativen bis heute inspirieren.

von Daniela Dahn

Foto: Jacob Lund/Shutterstock.com

Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht wurden vor 100 Jahren am 15. Januar von Mitgliedern eines rechten „Freikorps“ ermordet. Während die passionierte Sozialistin für den „Mainstream“ ohnehin nie akzeptabel war, wird sie von Linken unserer Zeit zu oft zur Internationalheiligen verklärt und in die Geschichte weggelobt. Weitaus fruchtbarer ist die Auseinandersetzung mit ihrem Werk und ihrem politischen Denken. Rosa Luxemburg wollte Demokratie und Sozialismus versöhnen und verfolgte unter anderem das Ziel, die Demokratie auf die Wirtschaft auszudehnen. Sie versuchte, die Profitlogik des Kapitalismus zu brechen und den Menschen aus seiner dienenden Rolle als „Konsummaschine“ zu befreien. Die Fragen, die Luxemburg aufwirft, wirken bis heute aufregend neu — und viele ihrer Antworten auch.

Was haben die Ideen von Rosa Luxemburg mit den international aufkeimenden Sozialismus-Vorstellungen heute noch zu tun?

Kann Sozialismus die Demokratie retten? ……

den ganzen Artikel könnt ihr hier lesen


Frauen der Geschichte Augspurg und Heymann

Anita Augspurg (* 22. September 1857 in Verden (Aller); † 20. Dezember 1943 in Zürich) war eine deutsche Juristin, Aktivistin der bürgerlich-radikalen Frauenbewegung sowie Pazifistin.

Augspurg und ihre Gefährtinnen vom Verband für Frauenstimmrecht, von links nach rechts: Anita Augspurg, Marie Stritt, Lily von Gizycki, Minna Cauer und Sophia Goudstikker, Fotografie des Atelier Elvira, München um 1896 – aus wikipedia

Die Tochter eines Anwalts arbeitete bis zur Volljährigkeit in der Kanzlei ihres Vaters. In Berlin absolvierte sie eine Ausbildung für das Lehramt an höheren Mädchenschulen und nahm parallel Schauspielunterricht. Von 1881 bis 1882 gehörte sie als Elevin zum Ensemble des Meininger Hoftheaters und nahm an den Gastspielreisen der Meininger teil.

Nach einer fünfjährigen Tätigkeit als Schauspielerin ging sie mit ihrer Freundin Sophia Goudstikker nach München, um ….  mehr gibt es hier

Anita Augspurg engagierte sich um die Jahrhundertwende in Berlin für die Rechte der Frau im Bürgerlichen Gesetzbuch: Sie brachte gemeinsam mit ihren politischen Freundinnen Minna Cauer und Marie Raschke Petitionen zum neuen Ehe- und Familienrecht ein, die nur zum Teil Wirkung zeigten. Aufsehen erregte Augspurgs „Offener Brief“ von 1905, in dem sie wegen des damals geltenden patriarchalen Eherechts zur Eingehung „freier Ehen“ unter Verweigerung der staatlichen Eheschließung aufrief. Dies wurde als Aufruf zum „Eheboykott“ gedeutet und löste damals einen Sturm der Entrüstung aus.

hier geht es weiter …

Während der Machtübernahme der NSDAP weilten Augspurg und Heymann auf einer Auslandsreise, von der sie nicht nach Deutschland zurückkehrten. Der Grund war, dass sie Repressalien befürchteten, da sie unter anderem 1923 beim bayerischen Innenminister die Ausweisung des Österreichers Adolf Hitler wegen Volksverhetzung beantragt hatten. Ihr Besitz wurde beschlagnahmt; ihre Bibliothek und alle Aufzeichnungen aus ihrer jahrzehntelangen Arbeit in der nationalen und internationalen Frauenbewegung gingen verloren.

hier gibt es mehr ….

Die beiden Frauen lebten fortan gemeinsam im Schweizer Exil. Ab 1937 war Augspurg stark pflegebedürftig. Heymann schrieb die gemeinsamen Erinnerungen unter dem Titel Erlebtes-Erschautes bis 1941 nieder. 1943 starb Heymann an Krebs. Augspurg überlebte sie nur um wenige Monate. Die beiden Frauen, die mehr als vier Jahrzehnte zusammen gelebt hatten, wurden beide auf dem Friedhof Fluntern in Zürich beigesetzt.

Hier noch eine interessante, kurze Filmdoku dazu

 


 

lese-sab 821

bpb

Bundeszentrale für politische Bildung

Frauenwahlrecht

Frauen haben das Recht zu wählen. Eine Selbstverständlichkeit, die bis vor 100 Jahren in Deutschland fast undenkbar war und hart erkämpft werden musste. Das Dossier zeichnet die Geschichte dieses Kampfes nach und blickt auf die Entwicklung der Gleichberechtigung von Frauen in der Politik bis heute.   mehr ….